Das Passivhaus - Caldener Passivhaus Architekt Schippmann
Arbeitsgemeinschaft Passivhaus - Architekten und Ingenieure
Lothar Schippmann - Architekt - 34379 Calden - Warburger Straße 60
Tel. 05677- 925282 - info@caldener-passivhaus.de
Passive Nutzung der Sonnenwärme • Dämmung gegen Kälte • Dicht vor Sturm & Wind



Das Passivhaus

Ein Passivhaus ist hochwärmedämmend und wärmebrückenfrei. Die Ausführung kann in unterschiedlichen Materialien erfolgen. Wichtig ist die Planung mit der optimalen Gebäudestellung auf dem Baugrundstück. Die umfangreichen Angebote an passivhaus-zertifizierten Baustoffen u. Elementen verhelfen zu einer soliden, dichten und warmen Gebäudehülle.
Die Dichtigkeit der Gebäudehülle ist bei einem Passivhaus ein wesentlicher Faktor. Da Wände grundsätzlich nicht atmen können und Fenster nur wenn sie undicht sind, ist die Anforderung an ein Passivhaus höher als ein Standardhaus. Alle umfassenden Flächen benötigen einen sehr guten U-Wert von annähernd 0.10 W/(m² K). Erreicht werden kann dies auf ganz unterschiedliche Weise und mit den verschiedensten Baustoffen.

Außer der Dämmung der umfassenden Bauteile sind natürlich die Fenster ein wesentlicher Faktor. Zu einem benötigen die Fenster eine ebenfalls sehr gute Dämmung. Zum anderen tragen die Glasflächen mit zur passiven Energiegewinnung bei. Dies wird erreicht durch die Orientierung des Gebäudes mit den Haupträumen und Fenstern nach Süden. Im Osten, Westen und im Norden sollten möglichst geringe Fensterflächen angeordnet sein. Der Dämmwert der Fenster ist immer geringer als die der Außenbauteile und soll einen mittleren Wert von 0,80 W/(m² K) nicht über schreiten. Die Verglasung benötigt einen hohen Wert an Lichtdurchlässigkeit von über G=50 % um die Sonnenwärme bestmöglichst einzulassen. Auch Haus- und Nebeneingangstüren sollen genau wie die Fensterrahmen aus Verbundkonstruktionen mit den gleichen U-Werten bestehen.
Die Anschlüsse der Fensterrahmen an die Fensterlaibungen müssen absolut winddicht sein. Zusätzlich zur optimalen Fensterauswahl, ist ein wirksamer Sonnenschutz, der im Sommer vor Überhitzung schützt und im Winter ohne Blendung die Sonne voll wirksam in das Haus lässt.

Das Passivhaus kommt aufgrund seines geringen Heizenergiebedarfs, 15 kWh/(m² a) = (kW/m² Wohnfläche im Jahr), ohne eine klassische Heizung aus.

Die Erwärmung des Gebäudes erfolgt:

Passiv über den Wärmeertrag der nach Süden liegenden Fenster
Die Nutzung der Abluftwärme aus der Lüftung von 90 bis 95 % und Vorerwärmung über einen Luft- oder Sole-Erdwärmetauscher.
Die Nacherwärmung erfolgt über eine Luft- oder Sole-Wasser-Wärmepumpe, die Bemessung der Leistung erfolgt je nach Hausgröße.  Die bei einem Passivhaus obligatorische Lüftungsanlage versorgt die Wohnräume mit Frischluft, ca. alle  2 1/2 Stunden wird die Raumluft komplett ausgetauscht.

Die Ergänzung durch Sonnenkollektoren zur Erzeugung des Warmwassers ist sinnvoll, bei entsprechender Auslegung wird der Überschuss für die Aufheizung der Frischluft mit genutzt.

Die Mehrkosten für ein Passivhaus haben sich nach unseren Erfahrungen in 15-18 Jahren amortisiert. Wobei nicht nur die Amortisation im Vordergrund steht, sondern das behagliche Wohnen in bestmöglichster Gebäudequalität. Die KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau) ermöglich ein zinsgünstiges Darlehen in Höhe von 50.000 € pro Wohnung für den Bau von Passivhäusern, zusätzlich ist z. Zt. auch ein Tilgungszuschuss möglich.